Martin Ödegaard zum SC Heerenveen

Im Winter 2015 blickte die halbe Fußballwelt auf Martin Ödegaard, als Real Madrid für das norwegische Supertalent 2,8 Millionen Euro an Strömsgodset überwies. Der Junge sollte zuerst in der zweiten Mannschaft der Madrilenen, Real Madrid Castilla, Fuß fassen und nebenbei immer mal wieder mit den Profis trainieren. Doch auch wenn Ödegaard heute erst 18 Jahre alt ist, ist ihm der Durchbruch bei Real noch nicht gelungen. Das hochgelobte Juwel durfte in dieser Saison einmal für die Profis im Copa del Rey auflaufen. Ansonsten blieben nur Einsätze in der zweiten Mannschaft.

Für Ödegaard war diese Situation unbefriedigend, schließlich benötigen junge Spieler möglichst viel Spielpraxis. Daher entschied sich der Linksfuß für eine Leihe. Nachdem zunächst Stade Rennes ernsthaftes Interesse an einer Verpflichtung des Youngsters hatte, scheiterte letztlich ein Transfer daran, dass Real den Franzosen keine Möglichkeit auf eine feste Verpflichtung einräumen wollte. Ebenfalls galt Borussia Mönchengladbach lange Zeit als potentieller Abnehmer.

Doch nun entschied sich der offensiv variabel einsetzbare Spieler für den SC Heerenveen. In der Tat erscheint die Entscheidung sinnvoll, schließlich hat der 18-Jährige dort eine relativ hohe Chance auf einen Stammplatz. Darüber hinaus ist die niederländische Liga für ihre torreichen Begegnungen bekannt. In der Eredivisie legt man viel Wert auf Angriffsspiel, weswegen im Schnitt etwa drei Tore pro Spiel fallen. Für einen Offensivakteur wie Ödegaard sind dies die besten Voraussetzungen. Wer jedoch das Gehalt des Spielers zu welchen Teilen übernimmt, ist fraglich. Es ist zu bezweifeln, dass Heerenveen in der Lage ist, die vier Millionen Euro brutto, die der Norweger bei Real Madrid, wo er bis 2021 unter Vertrag steht, jährlich verdient, aufbringen zu können.

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