Medhi Benatia vor Abgang

Wirklich glücklich wurde der Marokkaner in München nie. Schon von Beginn an hatte der 29-Jährige mit Kritikern zu kämpfen, die ihm die Klasse absprachen. Dabei kam der Rechtsfuß 2014 nach einer überragenden Saison beim AS Rom, um den Platz neben Jerome Boateng auszufüllen. Die Münchener ließen sich die Dienste des Spielers 28 Millionen Euro kosten. Aber viele Verletzungen warfen Benatia immer wieder aus der Bahn. In dieser Saison kam der gebürtige Franzose auf gerade einmal zwölf Ligaeinsätze.

Die neusten Gerüchte um eine Verpflichtung von Mats Hummels verbessern die Situation des Defensivakteurs nicht gerade. Mit Hummels würde er einen stärkeren Konkurrenten vor die Nase gesetzt bekommen. Vielmehr geht man davon aus, dass ein Hummels-Transfer einen Benatia-Abgang nach sich ziehen würde. Seinen Unmut darüber ließ der 1,90 Meter große Mann erst kürzlich aus und stellte klar, dass er kein Problem habe, den Verein zu verlassen.

Als Interessenten für den Fußballer, dessen Vater Marokkaner und Mutter Algerierin ist, werden immer wieder neben Juventus Turin und dem FC Arsenal auch der AS Rom genannt. Er selbst befeuerte das Gerücht, indem er offen zugab, gute Kontakte und eine innige Beziehung zu seinem ehemaligen Arbeitgeber zu haben. Doch ist fraglich, ob sich die Römer ihrerseits überhaupt mit einem Transfer beschäftigen. Benatias Abgang aus der Hauptstadt verlief nämlich nicht lupenrein. Der Kapitän der marokkanischen Nationalmannschaft blieb sogar dem Training fern, um einen Vollzug des Wechsels zu den Münchenern zu erzwingen. Daher erscheint Juventus Turin als neuer Arbeitgeber am wahrscheinlichsten, denn der Innenverteidiger kennt die Serie A aus seinen vier Jahren bei Udinese Calcio und den Römern.

Be Sociable, Share!

Leave a Reply