Wird Toprak Hummels‘ Nachfolger?

Schon kurz nachdem die Öffentlichkeit über den Wechselwunsch des Dortmunder Innenverteidigers erfahren hatte, geisterten die verschiedensten Namen durch die Medien, die den frei gewordenen Platz im Falle eines Wechsels ausfüllen sollen. Schnell fiel auch der Name Ömer Toprak. Der ehemalige türkische Nationalspieler spielte bereits in der Jugendauswahl des DFB und überzeugte in den letzten Jahren mit konstant guten Leistungen bei Bayer Leverkusen.

Der Verteidiger entwickelte sich dank seines herausragenden Stellungs- und guten Aufbauspiels schnell zu einem der besten der Bundesliga. Dazu verfügt er über eine gute Athletik und kann aufgrund seiner Schnelligkeit auch gegen agile Angreifer bestehen. Insgesamt könnte Toprak also durchaus die Rolle von Mats Hummels übernehmen, auch wenn er im Vergleich zum deutschen Nationalverteidiger Defizite in der Spieleröffnung aufweist. Dabei muss dem gebürtigen Ravensburger jedoch zugutegehalten werden, dass kaum ein Innenverteidiger weltweit über derartige Fähigkeiten in der Offensivbewegung verfügt wie Hummels.

Doch es sprechen auch einige Gründe gegen einen Transfer. Zum einen ist die Verletzungsanfälligkeit des 26-Jährigen zu nennen, die sich auch in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach nicht bessern wird. Gleichzeitig ist fraglich, ob Toprak den Ansprüchen des BVB genügen wird. Um in den nächsten Jahren weiterhin zu den Besten Europas zu gehören, kann es sich der Verein kaum leisten, einen Weltklassespieler nur durch einen sehr guten Spieler zu ersetzen. Vielmehr würde es in die Transferpolitik des BVB passen, einen noch formbaren jüngeren Verteidiger mit dem Potenzial zur Weltklasse zu engagieren. Zu guter Letzt scheinen die Leverkusener nicht die Absicht haben, ihren Defensivstabilisator abzugeben, der noch einen Vertrag bis 2018 hat.

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